Mit einer provokanten Rede verabschiedet sich Maaßen vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Sein Angriff auf die Regierung könnte den Ex-Behördenleiter teuer zu stehen kommen. Auf die Versetzung in den Ruhestand folgt womöglich eine weitere Strafe.

Ex-Verfassungschutzchef Maaßen droht nach seiner umstrittenen Rede Ärger. Das Innenministerium prüft disziplinarrechtliche Schritte.

Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen schrieb von "linksradikalen Kräften in der SPD". Nach seiner Versetzung in den Ruhestand drohen ihm nach SPIEGEL-Informationen nun disziplinarrechtliche Schritte.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat laut einem Pressebericht den bisherigen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Steinmeier unterschrieb demnach die entsprechende Urkunde. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Versetzung Maaßens in den einstweiligen Ruhestand am Montag angekündigt.

Maaßen nicht mehr im Amt

Am Ende ging es dann schnell: Der umstrittene Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist offiziell aus seinem Amt ausgeschieden. Am Montag hatte ihn Innenminister Horst Seehofer (CSU) in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Vor wenigen Tagen hatte Innenminister Seehofer bekannt gegeben, Verfassungsschutzpräsident Maaßen in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. Nun ist er offiziell nicht mehr im Amt.

Verfassungsschutzpräsident Maaßen offiziell nicht mehr im Amt

Der umstrittene Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist offiziell aus seinem Amt ausgeschieden. Die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand hatte der deutsche Innenminister Horst Seehofer am Montag bekannt gegeben.

Berlin (dpa) - Der umstrittene Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist offiziell aus seinem Amt ausgeschieden. Bundespräsident...

Damit ist der umstrittene Präsident des Verfassungsschutzes endgültig nicht mehr im Amt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Hans-Georg Maaßen in den einstweiligen Ruhestand geschickt. Gibt es noch ein weiteres Nachspiel?

Wolfgang Bosbach (CDU) - "Maaßen muss geahnt haben, welche Reaktionen das hervorrufen würde"

CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach geht davon aus, dass der scheidende Verfassungsschutzpräsident bewusst auf Provokation in seiner Abschiedsrede gesetzt hat. "Ich habe das Gefühl, dass Herr Maaßen gedacht hat, ich möchte doch nicht ins Bundesinnenministerium", sagte Bosbach im Dlf.

Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen geht offenbar davon aus, dass die Kontroverse um seine Äußerungen dem Ziel diente, die Große Koalition platzen zu lassen. Er wisse auch, wer dahinterstecke.

Nach der Abschiedsrede kam es zum Streit: Innenministerium bereitet Entlassung Maaßens vor

Jetzt kommt doch wieder alles ganz anders: Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen wird offenbar doch nicht wie geplant als Sonderbeauftragter ins Innenministerium versetzt. Nach FOCUS-Online-Informationen ist ein Streit nach Maaßens Abschiedsrede der Auslöser.